Einsatz am 18.08.2017

Am 18.08.2017 zog ein starkes Unwetter mit Hagel und Sturm über den Landkreis Fürth hinweg, Teile des Marktgebietes Cadolzburg. Vor allem Greimersdorf, Gonnersdorf, Roßendorf, Cadolzburg aber insbesondere auch Egersdorf-Nord und die Egersdorfer-Waldsiedlung waren stark betroffen.

Nach und nach wurden alle Wehren des Marktes Cadolzburg alarmiert um die zahlreichen Schäden zu beseitigen.

Aufgrund der vielen Notrufe über die ILS-Nürnberg war schnell absehbar, dass eine hohe Anzahl von Einsatzstellen zu bewältigen sein wird. Im Feuerwehrhaus Cadolzburg wurde daher eine zentrale Einsatzleitung zur koordination der eingesetzten Kräfte und Fahrzeuge errichtet, um diese je nach Priorität den Einsatzstellen zuzuweisen.

Die Fahrzeuge der FF-Egersdorf-Wachendorf waren daher größtenteils getrennt an verschiedenen Einsatzstellen eingesetzt.

Das Löschfahrzeug Wachendorf wurde zusammen mit dem Mannschaftsbus als erstes zur Grundschule Cadolzburg beordert um dort eine Einheit aus Cadolzburg zu unterstützen, da das Schulgebäude angeblich überschweimmt war. Böse Erinnerungen an das Unwetter 2006 wurden wach. Unterwegs lagen jedoch an der Kreuzung Richtung Steinbach bereits Bäume auf der Straße, so dass die Mannschaft des MTW dort erstmal aufräumen musste. Vor Ort in Cadolzburg zeigte sich, dass lediglich der Pausenhof überflutet war, die Gebäude aber zum Glück keine nennenswerten Schäden erlitten. Der Pausenhof wurde daher schnell trockengelegt.

Das TSF aus Egersdorf fuhr aufgrund der zahlreichen Notrufe als erstes Fahrzeug in die Egersdorfer-Waldsiedlung und fand ein verheerendes Bild vor. Alle Zufahrten in die Waldsiedlung waren durch umgestürzte Bäume blockiert, zahlreiche Bäume lagen auf Fahrzeugen und Gebäuden, hatten Zäune und Straßenlampen niedergerissen und großen Schaden angerichtet.

Umgehend wurde mit Räumungsarbeiten begonnen, um einen Zugang zur Waldsiedlung zu schaffen. Zur Unterstützung wurde von einem Feuerwehrkameraden aus Egersdorf ein Teleskoplader hinzugezogen, der die Räumungsarbeiten stark beschleunigte und viele Gefahrenstellen entschärfte.

Aufgrund des großen Schadensausmaßes wurde das Gebiet Waldsiedlung und Egersdorf-Nord als eigener Einsatzabschnitt unter Leitung von Kreisbrandmeister S. Müller geführt. Um die Lage bewältigen zu können wurden weitere Einheiten der Feuerwehr hinzugezogen, neben einem Löschfahrzeug der FF Cadolzburg folgte die Drehleiter der Stadt Oberasbach und der Autokran der Berufsfeuerwehr Nürnberg.

In Egersdorf-Nord wurde ein Wohngebäude vom Wind komplett abgedeckt, das Flachdach samt Dachstuhl und Photovoltaikanlage gut 30 Meter fortgeweht. Zur Hilfeleistung für diesen komplexen Einsatz wurden Kräfte des THW Fürth hinzugezogen.

Bis 01:30 Uhr wurden zahlreiche Einsatzstellen im Marktgebiet abgearbeitet, dann wurden die Arbeiten zur Sicherheit und Erholung der Mannschaften eingestellt.

Am Folgetag dem 19.08. erfolgte früh morgens um 06:00 Uhr erneuter Alarm für einige Feuerwehren, so auch Egersdorf-Wachendorf.

Viele weitere Einsatzstellen wurden von den Einheiten Egersdorf-Wachendorf teils zusammen mit anderen Kräften abgearbeitet. Ein Schwerpunkt war z.B. die Bahnstrecke Fürth-Cadolzburg, hier wurde gemeinsam mit Kräften aus Weiherhof und Zirndorf gearbeitet.

Nach Auswertung der FF Cadolzburg wurden in wenigen Tagen im Marktgebiet rund 170 Einsätze unterschiedlichsten Umfangs bewältigt. Diese Spitzenleistung war nur durch eine gute Koordination aller Einsatzkräfte und einer hervorragendes Zusammenwirken aller Einheiten möglich. Alle Arbeiten konnten Unfallfrei gemeistert werden, was sehr für das hohe Ausbildungsniveau unserer Feuerwehren spricht.

Danke an alle Kameradinnen und Kameraden aller beteiligter Organisationen für diese tolle Zusammenarbeit!

Mehr Bilder auf nordbayern.de

Text: Stefan M.